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Mach was gegen Rassismus!

Ob mit oder ohne persönliche Rassismus-Erfahrungen: Das beste Mittel etwas gegen Rassismus zu unternehmen bist Du!
Jede Form von Rassismus und Diskriminierung betrifft unsere gesamte Gesellschaft.
Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen.

 

Warum soll Rassismus mich betreffen? Ich bin doch nicht rassistisch!

Vielleicht hast Du keine persönlichen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung gemacht. Aber Rassismus betrifft auch Dich, weil Du in vielen Situationen von der Ausgrenzung anderer profitierst, ohne es vielleicht zu merken!
Die Ordnung der Gesellschaft hat eine lange Tradition der Ausgrenzung, die spätestens seit dem Kolonialismus bis heute oft indirekt weitergelebt wird. Von diesem ausgrenzenden Ordnungssystem profitieren die Menschen, die nicht ausgegrenzt werden. Wir alle sind in dieses System verwickelt und bemerken es nicht, wenn wir nicht genau hinschauen.

Schau hin! Denn Du kannst etwas dagegen unternehmen, wenn Du Dich mit dem Thema bewusst beschäftigst und versuchst rassistische Ordnungssysteme und Strukturen zu erkennen und zu benennen. Sprich mit Deinem Umfeld darüber und mach auch Deine Freunde, Familie und Kolleg*innen darauf aufmerksam.

Wenn ich beobachte, dass jemand beleidigt oder angegriffen wird, weiß ich gar nicht wie ich helfen soll.

Du kannst schon mit kleinen Handlungen eine große Hilfe für Betroffene von rassistischer Gewalt sein. Du kannst den Betroffenen offen zeigen, dass Du den rassistischen Angriff gesehen hast und kannst Dich mit ihnen solidarisieren. Du kannst schon dadurch unterstützen, dass Du zur betroffenen Person gehst und fragst was er oder sie jetzt in diesem Moment braucht. Ihr könnt zusammen Notizen über den Angriff machen, das Erlebte festhalten. Diese Notizen können später sehr hilfreich sein. Weitere Informationen über Möglichkeiten Betroffene zu unterstützen kannst Du gerne von der Fachstelle bekommen.

Was kann ich persönlich noch gegen Rassismus tun? Welche Möglichkeiten stehen mir zur Verfügung?

Informiere Dich, höre Menschen zu, die von Rassismus betroffen sind und nehme sie ernst. Höre Dir Vorträge an, besuche Seminare oder Veranstaltungen von Menschen, die antirassistisch arbeiten. Lese Bücher von Betroffenen. Engagiere Dich in antirassistischen Bündnissen und vernetze Dich. Beobachte ausgrenzende Strukturen im Alltag und hinterfrage sie. Reflektiere Deinen Sprachgebrauch und sprich mit Deiner Familie, Deinen Freund*innen und Kolleg*innen über Rassismus. Das kann oft mühsam sein. Doch es lohnt sich! Und es hilft auch immer, wenn Du rassistische, diskriminierende oder rechtsextreme Situationen, die Du wahrnimmst oder Zeug*in geworden bist, der Fachstelle auf der Webseite NoRa-GG.de mitteilst.

Ich wurde schon oft rassistisch angegriffen. Warum soll ich mich melden, es ändert sich doch sowieso nichts!

Rassistische Beleidigungen, Bedrohungen und Angriffe hinterlassen Wunden und Narben. Einige Betroffene verstehen manchmal nicht, was ihnen gerade zugestoßen ist. Manchmal können sie es nicht beschreiben und sind sprachlos. Sie schieben ihre Erfahrung bei Seite, weil sie nicht wissen, was sie damit tun sollen. Das kann auf Dauer negative Folgen auf die eigene Entwicklung und auch auf die Gesundheit haben. Bei der Beratung geht es in erster Linie darum, Dich selbst zu stärken und Deine Handlungsfähigkeit zu unterstützen. Es gibt unterschiedliche Wege sich mit der gemachten Erfahrung zu beschäftigen und sie muss nicht unbedingt in einer Strafanzeige münden. Diese Entscheidung liegt einzig in Deiner Hand. Wenn Du Dich für eine Beratung und Unterstützung entscheidest, kannst Du für Dich Möglichkeiten entdecken, Deine Erfahrungen zu verarbeiten und Deine Stimme wiederzufinden.

Eure Ansprechpartner*innen

Sedef Yıldız, M.A.

Religionswissenschaftlerin und Orientalistin,
Integrationsbeauftragte, Leiterin des Büros für Integration

Nilüfer Kuş, M.A.

Beraterin, Bildungswissenschaftlerin, Koordinatorin der Fachstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Lena Müller, M.A.

Politikwissenschaftlerin, Projektmitarbeiterin in der Demokratieförderung und phänomenübergreifenden Extremismusprävention (DEXT)

„Wir beraten und unterstützen Dich, wenn Du von rassistischer und diskriminierender Gewalt betroffen bist. Zudem gibt es im Landkreis Groß-Gerau ein starkes Netzwerk gegen Rechtsextremismus und Rassismus, das Hand in Hand zusammenarbeitet.“

Ihr findet uns hier:
Kreisverwaltung Groß-Gerau, Büro für Integration Fachstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus
Wilhelm-Seipp-Str. 4, 64521 Groß-Gerau, Tel.: 06152 989 772

Du bist nicht allein! Melde Dich bei NoRa-GG!

Die Fachstelle gegen Rechtsextremismus und Rassismus bietet Beratung und Unterstützung, wenn Du rassistische Gewalt erlebt hast. Beratungen unterliegen der Schweigepflicht und werden vertraulich und auf Wunsch anonym durchgeführt. Das Angebot ist kostenfrei.

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